Jugend forscht
Die wichtigsten Fakten über Jugend forscht — ein Interview mit Herrn Prof. Dr. Kellner
Jugend forscht ist bei uns am JHG sehr bekannt, viele haben schon einmal davon gehört. Aber was ist Jugend forscht eigentlich? Herr Kellner, der Mitglied in der Jury von Jugend forscht im Fachgebiet Physik ist, gibt uns einen Einblick in diesen spannenden Wettbewerb. Also, viel Spaß beim Lesen!
Prof. Dr. Kellner mit Max aus der JOminis-Redaktion.
JOpinion: Was versteht man unter Jugend forscht?
Prof. Dr. Kellner: Jugend forscht ist ein Wettbewerb für Schüler*innen, die sich für ein bestimmtes Thema oder Forschungsgebiet begeistern. Sie sollten daran Lust haben, zu experimentieren, etwas Neues zu entdecken, sich Gedanken zu machen, Versuche auszudenken, Experimente durchzuführen und Ideen weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse werden einer Jury und der Öffentlichkeit präsentiert und von der Jury bewertet.
„Zunächst einmal macht es einfach Spaß, wenn man sich für ein bestimmtes Thema interessiert, sich tiefer darin einzuarbeiten und dabei Neues zu entdecken. Es ist eine ganz tolle Erfahrung, dabei die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, etwas auszuprobieren und zu experimentieren.“
Warum lohnt es sich, an Jugend forscht teilzunehmen?
Zunächst einmal macht es einfach Spaß, wenn man sich für ein bestimmtes Thema interessiert, sich tiefer darin einzuarbeiten und dabei Neues zu entdecken. Es ist eine ganz tolle Erfahrung, dabei die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, etwas auszuprobieren und zu experimentieren. Durch Jugend forscht kann man dafür Unterstützung erhalten. Natürlich ist es am schönsten, wenn man am Ende sein Werk voller Stolz vor Fachleuten präsentieren kann. Das ist für viele ein tolles Erlebnis und ein ganz großer Tag. Bei einer guten Vorbereitung, einer sicheren Präsentation und etwas Glück kommt man als Gewinner mehrere Stufen höher, kann sein Thema noch weiter entwickeln und auf Landes- oder sogar Bundesebene teilnehmen. Neben der Anerkennung gibt es auch immer Preise zu gewinnen.
Ab wie vielen Jahren darf man an dem Wettbewerb teilnehmen?
Das geht meistens ab der 4. Klasse, doch dann heißt das nicht Jugend forscht, sondern Schüler experimentieren. Ab 15 Jahren bis zum Alter von 21 Jahren nimmt man direkt an Jugend forscht teil. Das ist der gleiche Wettbewerb, untergliedert in Altersstufen.
Dürfen nur Gymnasiasten an dem Wettbewerb teilnehmen?
Nein, natürlich dürfen alle Schüler und auch Auszubildende, sowie Wehr- und Freiwilligendienstleistende teilnehmen. Man sollte nur eine*n Lehrer*in finden, der oder die das Projekt mit Eifer voll und ganz unterstützt und betreuen möchte.
Wie viele Schüler*innen melden sich jährlich an?
Das ist unterschiedlich. Bei dem Regionalwettbewerb in Rosenheim 2023 waren es ca. 70 Teilnehmer, in ganz Bayern ca. 1300 und in ganz Deutschland ca. 9000.
„Man sollte sich ungefähr ein Jahr lang Gedanken zu seinem Thema machen, sich damit beschäftigen. Dann kann man entscheiden, ob sich eine Anmeldung lohnt. Braucht man noch etwas Zeit, meldet man sich eben ein Jahr später an.“
Ab wann sollte man sich bei dem Wettbewerb anmelden?
Man sollte sich ungefähr ein Jahr lang Gedanken zu seinem Thema machen, sich damit beschäftigen. Dann kann man entscheiden, ob sich eine Anmeldung lohnt. Braucht man noch etwas Zeit, meldet man sich eben ein Jahr später an.
Kostet die Teilnahme etwas?
Nein, die Teilnahme ist kostenlos. Normalerweise wird ein Projekt von der Schule betreut. Oft gibt es in der Schule Wahlfächer oder Arbeitsgruppen, in welchen Werkzeuge und Materialien zur Verfügung gestellt werden können. Wenn allerdings etwas aufwändigere Experimente oder Apparaturen gebaut werden, müssen die Schüler*innen die Kosten auch selbst tragen. Es lohnt sich aber eine Förderung beim Jugend forscht Sponsorenpool zu beantragen, die dann vielleicht die Kosten übernehmen können.
Vielen Dank für das interessante Interview über Jugend forscht!
Viel Freude beim Experimentieren, Forschen, Stöbern, Tüfteln wünscht euch euer Max.
Das Interview führte Max Kellner.