Reisebericht

Hamburg — warum sich 7 Stunden Zugfahrt mehr als lohnen!

Ich war in den Faschingsferien in Hamburg - was für eine super coole Stadt! Jetzt erzähl ich euch, warum es sich definitiv lohnt, 7 Stunden im ICE zu sitzen - so lange dauert es nämlich, bis man von Traunstein aus den Hamburger Hauptbahnhof erreicht. Es ist eine der größten Metropolen Deutschlands, außerdem ist es ein Stadtstaat wie Bremen und Berlin. Lies weiter und erfahre, warum ich jedem (also wirklich jedem!!) von euch einen Besuch dieser Stadt ans Herz lege.

Konzerthaus der Superlative — die Elbphilharmonie thront als neues Wahrzeichen über der Stadt

 

Hamburg ist groß und laut, Hamburg ist aber auch sehr sehr schön! Ihr könnt dort ganz viele Sachen sehen und besuchen, wie zum Beispiel die zahlreichen Brücken im Hamburger Hafen, das Chocoversum - ein richtig tolles Schokoladenmuseum - oder das Miniatur Wunderland. Ihr merkt, es gibt dort so viel zu sehen, dass es schwierig wird, in kurzer Zeit alles sehen zu können. Deshalb lohnt es sich, die Tage in Hamburg vorher gut zu planen und sich zu informieren. Ich erkläre euch nun ein paar Dinge, die euch eure Planung vielleicht erleichtern. Fangen wir doch mal mit dem Miniatur Wunderland an. Ich war selbst dort und ich bin immer noch begeistert! Dort gibt es ganz viele Länder, Städte und Sehenswürdigkeiten im Miniaturformat zu sehen. Außerdem findet ihr dort die weltweit größte Modelleisenbahn! Und das Mini-Las Vegas hat mich auch echt beeindruckt, vor allem nachts sieht das richtig cool aus. Abends werden nämlich im Park alle 15 Minuten alle Beleuchtungen ausgeschaltet, dann gehen die Lichter aller Modelle an und alles funkelt und glitzert - in „Las Vegas“ gibt es eine mega Lichtershow, so etwas habt ihr noch nicht gesehen, glaubt mir! Und auch der Mini-Eiffelturm wird von bunten Lichtern erleuchtet.

Und letztens haben sie Rio de Janeiro gebaut ich sag euch das sieht so cool aus. Außerdem sind auch alle Landschaften detailgetreu gebaut, allein die Lavendelfelder der Provence -  lila Felder aus abertausenden mini kleinen Lavendelblüten. Viele Attraktionen kann man dort auch selbst mit Knopfdruck steuern, eine Tagesschau, die dann spricht oder Riesenräder, die sich bewegen, ein Vulkan, der ausbricht und noch vieles mehr.

Aber nun zurück nach Hamburg. Es gibt ja auch noch das Chocoversum. Dort wird der Anfang der Schokolade, ein historischer Überblick sowie die Entstehung von der rohen Kakaobohne bis hin zur feinsten Zartbitter oder Vollmilchschokolade erklärt. Am Ende darf man sogar seine eigene Schokolade gestalten: man bekommt eine kleine Form, in diese füllt man die flüssige Schokolade. Anschließend kann man aus einer riesigen Auswahl an Toppings wählen und seine eigene Schokolade kreieren (Salzbrezeln, bunte Streusel, Schoko Nippes und Co.).

Aber Hamburg überzeugt noch mit viel mehr. Das aktuellste und beeindruckendste Gebäude ist mit Sicherheit die Elbphilharmonie. Sie ist eines der größten Glasbauwerke in Hamburg und architektonisch echt toll - sie gilt als das neue Wahrzeichen der Stadt und ist ein Konzerthaus der Superlative. Nach acht Jahren Bauzeit wurde die Elbphilharmonie im November 2016 eröffnet.

Und jetzt noch ein paar weitere Informationen. Beim Hauptbahnhof der Stadt befindet sich das Museum für Kunst und Gewerbe, das für die Kunstinteressierten unter euch sicher einen Besuch wert ist.

In Hamburg sitzen auch sehr viele Zeitungen, Presseverlage und Fernsehsender, wie zum Beispiel das ZDF oder auch der große Zeitungsverlag „Der Spiegel“. Der Spiegel befindet sich in einem riesigen Gebäude am Hamburger Hafen.

Am Ende möchte ich euch noch kurz von meinem persönlichen Highlight berichten. Ich hatte tatsächlich eine Karte für das berühmte Musical „König der Löwen“. Ein über zwei Stunden langes Stück, das seit vielen Jahren in Hamburg aufgeführt wird und sogar seine eigenen Hallen dort bekommen hat. Ihr werdet mit einer Fähre an das andere Ufer zum Zelt des „König der Löwen“ - Musicals gebracht. Und ja, die große Halle ist tatsächlich nur ein Zelt, aber ein seeeeehr großes Zelt mit roten Samtteppichen, goldenem Geländer und roten Samtsitzen. Der Zuschauerraum ist so groß, dass man von vorne nicht mehr die Gesichter der Leute, die hinten sitzen, erkennen kann. Mein Highlight war, dass ich eine Karte ganz vorne hatte und sogar bei einer Backstage-Führung mitmachen durfte. Die Führung war echt toll, denn hier erfährt man super interessante Informationen rund um das Musical, zum Beispiel dass wirklich alle (!) Kostüme handgefertigt sind. Die Maske von Simba besteht aus Pferdehaar, an ihr wurde über 20 Stunden lang gearbeitet, bis wirklich alles perfekt war.

Also wirklich spannend, ich kann euch das Musical und die Stadt Hamburg einfach nur empfehlen. Fahrt hin und seht selbst, es lohnt sich!!

Von Emilia Lischke